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Posts Tagged ‘Erholung’

Naturgebiet Millingerwaard

24. April 2011 3 Kommentare

Millingerwaard ist das Herz des Naturgebietes Gelderse Poort und mit weitläufigen Uferwaldstücken und blumenreichen Grasflächen das abwechslungsreichste Naturentwicklungsgebiet in dieser Gegend. Hier darf die Natur auch außerhalb der festen Wege erkundet werden. Neben unterschiedlichsten Vogelarten findet man hier Herden von Konik-Pferden, die von den europäischen Wildpferden abstammen. Außerdem sind Galloway-Rinder unterwegs und mit ein wenig Glück sind auch die wilden Biber zu sehen. Das alles hatte ich unter anderem hier gelesen und dazu angeregt, dass unser Ostersonntagsausflug uns genau dorthin führen sollte.

Weil wir fälschlicherweise zunächst von Millingen kommend durch die Stadt Kekerdom fahren, haben wir schon kurz nachdem wir an dem Kirchturm vorbeigefahren sind, von der Straße aus die Möglichkeit Störche zu beobachten:

Außerdem sammeln wir erste Eindrücke von der wunderschönen Umgebung:

Leider kommen wir an dieser Stelle jedoch nicht weiter. Unser Spaziergang endet direkt vor einer Steinfabrik, die uns den Weg zur Waal und den Dünen versperrt. Wir treten den Rückzug an. Doch schon bald finden wir auf unserer Fahrt zurück in Richtung Millingen einen ausgeschilderten kostenlosen Parkplatz. Von dort aus starten wir jetzt doch unseren Ausflug ins Naturgebiet. Dank der aufgestellten Wegweiser dieses Mal gezielt.

Gleich hinter dem Deich und nachdem wir die erste Tür öffnen, grünt und blüht es überall. Es zwitschert und schnattert zu Land, zu Wasser und in der Luft. Und doch herrscht in dieser Idylle eine himmlische Ruhe. Das Wetter meint es gut mit uns. Die Temperaturen sind in der Sonne genauso angenehm wie inmitten der zahlreichen Waldstücke, die uns immer auch am Wasser vorbeiführen.

Ich hatte wirklich gehofft, dass wir bei unserem Ausflug den Konik-Pferden und den Galloway-Rindern begegnen, aber gerechnet hatte ich damit nicht, weil wir vorher nicht wussten, wo sich die Tiere in diesem großen Naturgebiet aufhalten. Als ich die Konik-Pferde entdecke, bleibt mir fast die Luft weg. Obwohl ich eine Nicht-Pferde-Närrin bin, beeindruckt mich die Herde und die scheinbare Freiheit, in der sie dort leben.

Stundenlang könnte ich einfach nur das Treiben in der Herde beobachten.

Eigentlich ist immer und überall etwas Interessantes zu sehen.

So schwer es auch fällt, machen wir uns schließlich doch wieder auf den Weg. In gemütlichem Tempo und mit vielen Beobachtungs- und Fotostopps gelangen wir bis zum Vogelkijkhuis, das ein kleines ans Ufer gebautes offenes Holzhaus ist. Mit seinen Holzbänken und einer schönen Aussicht lädt es zum Verweilen ein. Wir gönnen uns eine kleine Pause, bevor wir uns für den Rückweg entschließen. Zum Abschluss dürfen wir noch einem Specht bei seiner Arbeit zusehen:

Galloway-Rinder und so vieles andere von diesem wunderschönen Naturgebiet haben wir leider nicht gesehen. Wir müssen also unbedingt nochmal wiederkommen. Und um ehrlich zu sein: Ich kann es kaum abwarten!

Landgut de Hamert – Teil des Nationalparks de Maasduinen

“Wandern über die Maasdünen, auf den Spuren der Geschichte des Fürstengrabs, die Aussicht über das tiefe, ausgewaschene Tal mit dem darin fließenden Geldernsch-Nierskanaal genießen oder im Naturschutzgebiet de Stalberg durch die natürliche Wildnis der Maas streunen. All das können Sie wandernd erleben im Landgut de Hamert oder in de Rode Hoek, Teile des Nationalparks De Maasduinen.

Die Maasdünen-Region ist eine sehr abwechslungsreiche Landschaft bestehend aus reizvollen und hohen Flussdünen, weitreichenden Heideflächen, Mischwäldern und vielen Heidemooren am Ostufer der Maas in Nord-Limburg. Kurz, zahlreiche Orte mit unberührter Ausstrahlung, wo Sie das Gefühl haben, ganz weit weg zu sein.

Der Nationalpark De Maasduinen ist ungefähr 20 km lang und etwa 4500 ha groß. Weil hier spezielle Landschaftsformen mit den entsprechenden Pflanzen- und Tierarten vorkommen, ist der Nationalpark von besonderem nationalem und selbst europäischen Interesse.”

[Auszug aus einem in der Jagdhütte Op den Hamer (Eingangstor zum Nationalpark De Maasduinen) gefundenen Informations-Flyer]

Und der Flyer verspricht wirklich nicht zu viel. Ein wunderschönes Gebiet, das eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt.

Kategorien:Pflanzenwelt, Tierwelt Schlagworte: ,

Nationalpark “De Maasduinen”

27. September 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Heute war ich zum ersten Mal im Nationalpark “De Maasduinen” unterwegs, der nur einen “Katzensprung” von dem Ort entfernt ist, in dem ich nun mitlerweile seit mehr als 13 Jahren wohne. Dafür war ich in den vergangenen Jahren immerhin auf Fuerteventura, Zypern, Kos, Kreta, Korfu und in der Türkei. Peinlich irgendwie.

“[...] WELL Kurz hinter der Grenze, noch östlich der Maas, erstreckt sich zwischen Venlo im Süden und Gennep im Norden das Gebiet Maasdünen. Die Landschaft ist vielgestaltig; mal ist sie bewaldet, mal bietet sie Weiden, es gibt sandige „Steppengebiete“ und klassische Heideflächen. In den letzten Jahren haben die Niederländer die 4200 Hektar Fläche, die früher ein Flickenteppich waren, zu einem einzigen Naturreservat zusammengeführt.

Die Menschen wurden dabei nicht vergessen: Zahlreiche Wanderwege und Tierbeobachtungszonen wurden angelegt. Am Rande des Gebiets gibt es schöne Spielplätze wie etwa den am Eendenmeer am Ceresweg. Hier kann man nicht nur naturnah wandern, sondern sehr gepflegt spazieren gehen. Ein Rundkurs mit abgestuften Distanzen ist sogar für Rollstuhlfahrer geeignet.

Ein guter Startpunkt, um sich das Gebiet zu erschließen, ist der Wellsche Hut; von hier führt der Ceresweg an einem auffallenden Schafstall vorbei bis nach Siebengewald nahe Goch. Die Heideflächen in warmen Lilafarben sind von der Straße aus erkennbar und vielleicht am schönsten im Eendenmeer zu bewundern. Denn in jenem „Wandelgebiet“ ist alles vertreten: urige krumme Kiefern, sandige Hügel, leuchtende Heide und – weswegen sich Wasservögel hier besonders wohl fühlen – idyllische Teiche. Wer lieber in einer sachkundig geführten Gruppe wandert als auf eigene Faust, für den gibt es deutschsprachige Führungen.

Vor 15000 Jahren entstanden

Entstanden sind die Maasdünen gegen Ende der jüngsten Eiszeit, etwa vor 15000 Jahren. Der Sand stammt aus trocken gefallenen Maasbetten. Der Fluss mäandrierte vor der Kanalisierung stark, und heftige Winde und Stürme wehten den Sand auf und schichteten ihm in Laufe der Zeit zu Dünen auf. Deshalb gibt es die Hügel nur am östlichen Ufer der Maas, schließlich weht der Wind üblicherweise aus westlicher oder südwestlicher Richtung. Bis zu 14 Meter Höhenunterschied – hierzulande ist das viel – sind entstanden. Die vielen kleinen Seen, die Enten und anderen Vögeln ideale Lebensbedingungen bieten, bestehen aus Niederschlagswasser, das nicht vollständig versickert. NABU-Aktiver Wolfgang Müller weiß viel über die Fauna. „Ursprünglich hatten sich die Dünen bewaldet, aber es wurde immer Vieh dorthin getrieben, so dass die Bäume sich nicht durchsetzen konnten. Außerdem wurde hier viel Bau- und Brennholz gewonnen. Heute möchte man diese Landschaft so erhalten und lässt deshalb weiterhin Rinder, Schafe und Ziegen dort weiden. Kleine Waldstücke wurden aufgeforstet, einzelne Nadelbäume säten sich von selbst aus.“ Die Heide wiederum (Besenheide, nicht Erika) gewann Raum, als sich die Lücken im Wald mehrten. Ihr großflächiges Auftreten prägt heute die Landschaft.

Wie Rinder als Landschaftspfleger im Einsatz sind, lässt sich bei Afferden studieren. Hochlandrinder streifen dort weitgehend „wild“ durch das Reservat…”

[Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/kevelaer/603612/Die-Maasduenen-bluehen.html%5D

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Waldrausch

15. Januar 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Ein kurzer schmerzloser Frisurtod. Sich aus dem Haarband befreiende Gesichtsstreichler. Hin- und hergerissen knarrende Baumstämme. Ich hatte völlig vergessen, wie laut ein richtiger Windrausch sein kann und erst recht, wie unendlich leise und wohltuend die Pausen dazwischen.

Kategorien:In eigener Sache Schlagworte:

Waldträumer

23. September 2007 Hinterlasse einen Kommentar

Alle Bewegungen sind schmerzfrei und ohne Kraftaufwand.
Um mich herum wird es leiser.
Der Wind ist mit mir. Zärtlich umweht er mich.
Streichelt kühlend die Schweißperlen auf meiner Haut.
Lässt den Wald rauschen und tanzt einige Blätter vor mir her.
Endlich eins. Mit mir. Mit allem.

Kategorien:In eigener Sache, Pflanzenwelt Schlagworte:
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