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bei schwülwarmem Sommerwetter mit einem Zweirad an einem Waldstück vorbeifahren und sich von der erdig duftenden Luft erfrischen lassen.
mit der Maschine eins zu werden und sie einfach laufen zu lassen, weil ich genau weiß, dass es passt und wir anschließend sanft aus der Schräglage zurückschweben werden.
das im Mund entsteht, wenn die Amarenakirsche beim Zerbeissen endlich dem Druck der Zähne nachgibt, um ihre Süße preiszugeben.
den frischer Kaffee verbreitet, wenn er soeben gemahlen wurde oder von einem leisen Zischen begleitet aus der Enge der Vakuumverpackung befreit wird.
Zu den großen Freuden des Lebens gehört die gemeinsame Suche, das Finden und das Genießen der kleinen bezaubernden Dinge des Lebens…
Das hatte ich mir so überlegt und an einem Ort preisgegeben, an dem bekanntermaßen gesucht und mit etwas Glück auch gefunden wird. Manch einer sucht nach jemandem, der kurzweilig den Wunsch nach den kleinen bezaubernden Dingen des Lebens erfüllen kann, der ein oder andere wiederum möchte danach gemeinsam Suchen und das Glück vom Finden teilen.
Aber was mache ich dort, wenn ich mir immer noch einbilde, suchen, finden und teilen zu wollen, dabei aber kein Gemeinsam zu brauchen oder zu wollen. Reine Theorie, die in sich zusammenfällt, sobald ich aus dem ein oder anderen Grund gefunden werde und mich darüber freue. Dann kommt auch das Wissen um die Möglichkeit der gegenseitigen Verzauberung zurück und das Wissen um die Entzauberung zerfällt zu Staub.

Quelle: http://www.flickr.com/photos/treywheeler/
wenn er sich bei Sonnenschein durchs offene Fenster schleicht und sanft mit der Leichtigkeit der Gardinen spielt…
„…In Amélies Leben gibt es keinen Mann. Sie hat es ein-, zweimal versucht, aber das Ergebnis entsprach nicht ihren Erwartungen. Dafür hat sie einen besonderen Sinn für die kleinen Freuden des Lebens:
Sie taucht gerne ihre Hand ganz tief in einen Getreidesack, knackt die Kruste von Crème Brûlée mit der Spitze des Kaffeelöffels und lässt Steinchen springen auf dem Canal St. Martin…“
Für mich ist „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ein Film, der mich verzaubern kann. Vermutlich fällt er mir genau deshalb in letzter Zeit öfter ein. Momentan nimmt mein Lebensgrau wieder überhand, weshalb die Suche nach den kleinen bezaubernden Dingen des Lebens und vor allem das Finden um so wichtiger ist. Wenn das kein gutes Thema für eine neue Rubrik in diesem Blog ist! Und weil Himbeerbels fabelhafte Welt einfach zu lang ist, werde ich sie einfach Findlinge nennen und dieses Schlagwort hoffentlich mit sehr vielen meiner ganz persönlichen kleinen Freuden des Lebens füllen. Amélie wäre somit also schonmal drin




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