Archiv

Posts Tagged ‘menschlich’

Lieder, die wie Wunden bluten

7. Februar 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Heute habe ich ein Webradio ausprobiert, dessen Link ich in einem Kommentar zu einem meiner Beiträge gefunden habe. Zuerst hat mir die Musikmischung gut gefallen, doch dann wurden hintereinanderweg drei Lieder über Selbstverletzendes Verhalten gespielt, die ich nicht aushalten konnte – nicht in derart geballter Form.

Lieder, die wie Wunden bluten. Nicht meine Wunden, aber mein Herzblut.

Ich löschte den Kommentar. Als ob das etwas ändern könnte… Der Schmerz bleibt, ihre Narben auch.

Kategorien:In eigener Sache Schlagworte:

Adventskalender

2. Dezember 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Keine Angst, bei mir wird es keinen Adventskalender geben, zumindest nicht im Blog :mrgreen:

Das können andere viel besser als ich und so sind pünktlich zum 1. Dezember in Bloggershausen viele Adventskalender unterschiedlichster Art gestartet, wovon mir bisher diese beiden besonders gut gefallen:

Auf Janasworld öffnet sich jeden Tag ein Türchen, durch das sich bisher zwei Menschen aus Klein-Bloggersdorf vorgestellt haben. Dabei werden wechselnde Fragen beantwortet, die durch wunderschöne Bilder illustriert werden. Ich freue mich schon darauf, bei der Weiterreise durch die mitlerweile meist verschneiten Bloggerwelten weitere interessante Persönlichkeiten kennenzulernen.

Ein Adventskalender einer ganz anderen Art findet sich auf VisuelleGedanken.de. Dort zeigt Martin Wolf Tipps und Tricks rund um das Thema Fotografie. Bisher sind dort zwei Videos zum Thema Lightroom zu finden. Ich bin schon gespannt, was dort noch so alles gezeigt wird.

Kategorien:Computer, Fotografie Schlagworte: , , ,

Neues aus Schlummerland

3. September 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Um meinen alltäglichen Kampf mit dem frühen Aufstehen zu verdeutlichen, habe ich in der letzten Zeit gelegentlich behauptet, dass die Schlummertaste meines Handys schon ganz abgenutzt ist.

Das war eigentlich scherzhaft gemeint.

Aber aus Spaß wurde ernst. Die Schlummertaste meines Handys zeigt im Gegensatz zu den anderen Tasten starke Abnutzungserscheinungen und ich finde das nicht zum lachen. Ehrlich jetzt.

Es gab mal Zeiten, da bin ich gleich nach dem Klingeln meines Weckers aufgestanden und hatte nur zur Sicherheit noch einen Extrawecker, der später durch das Handy ersetzt wurde. Mittlerweile hat für mich aber die Morgenstund dermaßen Blei im Arsch, dass ich es überhaupt nicht mehr schaffe nach dem ersten Wecksignal direkt den Hintern hochzubekommen. Naja, eigentlich auch nicht nach dem zweiten oder dritten. Aufstehen nach dem vierten Wecksignal bedeutet dann allerdings nicht nur, dass alles etwas schneller gehen muss und der geliebte frischaufgebrühte Kaffee einer löslichen koffeinhaltigen Brühe weichen muss, sondern dass auch die morgentlichen Schmuseeinheiten der Katze drastisch gekürzt werden müssen.

Zu allem Elend werde ich mich nun nach so einer Weckmaschine mit Schlummertaste umsehen müssen, die außerdem über die Möglichkeit verfügt, mich mit diesem Lied wachschlummern zu können:

Mit weniger werde ich mich nicht zufrieden geben.

Kategorien:Arbeit, In eigener Sache Schlagworte: ,

Glückskeks

19. August 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Es ist endlich da. Ich hatte schon so sehnsüchtig darauf gewartet und heute morgen hat der Postbote endlich mein Testlesebuch bei der Nachbarin abgegeben, die es vorhin dann zu mir gebracht hat. Nach dem Auspacken fällt mir auf, dass ich in der letzten Zeit vorwiegend Taschenbücher gelesen habe. Dieses gebundene Buch fühlt sich richtig gut an und verfügt sogar über ein Lesebändchen. Luxus pur. Auch der Schutzumschlag ist wunderschön gestaltet, sodass mein erster Eindruck, der nur ein optischer sein kann, mehr als positiv ausfällt.

Ich freue mich und kann es kaum abwarten endlich mit dem Lesen zu beginnen, als sich dann zu meiner Freude auch noch eine mehr als positive Nachricht gesellt: Es hat geklappt. Meine Tochter wird ab dem 1. September ihre Ausbildung beginnen. Ich könnte hüpfen vor Freude, belasse es aber aus gesundheitlichen Gründen dann doch bei Jubelschreien und grinse für den Rest des Tages wie ein Honigkuchenpferd.

Wenn das Glück wirklich mit den Dummen ist, dann bin ich gerade strohdoof und mir geht’s richtig gut dabei :mrgreen:

Kategorien:Bücher, In eigener Sache Schlagworte: ,

Hin- und Hergerissen

Wenn mir danach war Fotos zu machen, habe ich das seit einigen Jahren mit meiner Handykamera hinbekommen, die um Längen besser war, als meine alte digitale Kompaktkamera. Aber in letzter Zeit stieß ich mit der Handykamera immer öfter an ihre Grenzen – massiv und mit größtem Bedauern. Ein Motiv schöner als das andere kam mir vor die Linse und konnte nicht ansprechend festgehalten werden. Seit einiger Zeit habe ich aber das Bedürfnis mir auch später schöne Motive ansehen zu können. Manchmal genau dann, wenn sich die Welt in gerade noch leicht angefärbtem Grau darstellt, um in den gespeicherten Farben und Eindrücken ein erfrischendes Bad nehmen zu können.

Mein Wunsch nach einer vernünftigen Kamera wurde schließlich so groß, dass ich Testberichte über Spiegelreflexkameras in der Einsteigerklasse las. Immer wieder, bis sich eine ganz bestimmte Kamera für mich herauskristallisiert hatte. Nach vielem Hin- und Herüberlegen habe ich sie mir in der letzten Woche endlich bestellt und gestern ist sie angekommen – meine Canon EOS 1000D. Endlich.

Und doch wurde meine Freude gleich durch eine SMS der Zeitarbeitfirma getrübt, die mir mitteilte, dass sie für den Rest der Woche keine Arbeit für mich hat. Genau die Überlegungen, die mich so lange davon abhielten mir die gewünschte Kamera zu bestellen, haben mich also direkt eingeholt. Die Überstunden und die Samstagsarbeit hätte ich vielleicht doch lieber als Puffer für arbeitsfreie Zeiten verstehen sollen, als mich dafür auch noch zu belohnen. Auch hatte ich mir die Kamera als Ausgleich für den Urlaub gönnen wollen, in den ich nicht fahren werde. Stattdessen wollte ich mir das ein oder andere Wochenende mit der Kamera und einer ausgedehnten Motivsuche versüßen.

So habe ich mit gemischten Gefühlen gestern das Akku geladen und später meine ersten Bilder geknipst, weil ich fotografieren erst noch lernen muss. Vorhin folgte die Installation von Treiber und Software und ich konnte die Fotos am Computer betrachten. Ich bin begeistert, was die Kamera in der Hand eines Laien allein mit Grund- und Voreinstellungen schon hinbekommt.

Ich will jetzt versuchen, mich über die Kamera nur noch zu freuen und die mir überraschend geschenkte Zeit mit ihr zu genießen – und mit ihr natürlich auch :-)

Lara

Monolog²

1. Juli 2010 1 Kommentar

Der Anrufbeantworter blinkt. Nach einem Knopfdruck erklingt auch schon die Mitteilung, dass ich eine neue Nachricht habe und wann diese aufgezeichnet wurde.

Dann höre ich die Stimme, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mein Herz ganz weit werden lässt. “Hallo Mama” sagt sie und erzählt mir auch gleich von wundervollen Neuigkeiten, die sie gerne mit mir teilen möchte. Bei jedem Wort strahle ich mehr und freue mich über das, was sie sagt und wie sie es sagt – da ist so viel Begeisterung in ihrer Stimme.

Zeit für mich zu fühlen und dir zu sagen wie sehr ich dich in den letzten Tagen vermisst habe, wie sehr ich mich freue, wenn du dich freust und es dir gut geht und vor allem wie lieb ich dich habe.

Kategorien:In eigener Sache Schlagworte:

Trotzdem Danke!

9. April 2010 1 Kommentar

Ich hatte selbst schon vor dem Spiegel festgestellt, dass ich durch den neuen Job wie frisch verprügelt aussehe. Um die leichten aber teilweise sehr sperrigen Kartons auf die Palette heben zu können, klemme ich sie zwischen meine Oberarme und wuchte sie von ihrem Lagerplatz auf die Palette. Eine Methode, die mir die einzig mögliche zu sein scheint, die aber deutliche Spuren an den Innenseiten meiner Oberarme zurücklässt. Auch meine Oberschenkel bleiben von dieser Aktion nicht unbehelligt. Zusätzlich knallt mir die ein oder andere Palette schon mal auf den Oberschenkel und druckt mir somit ihren Stempel auf, aber die Oberschenkel sieht man ja bei mir glücklicherweise nicht so ohne weiteres.

“Mit dir muss ich nach dem Training mal kurz sprechen” sagte meine Pilates-Trainerin heute gegen Ende der Stunde zu mir. Eigentlich hatte ich vermutet, dass die äußerst patente Frau mir noch den ein oder anderen Tipp für meinen Rücken mit auf den Weg geben wollte. Stattdesssen sprach sie mich darauf an, dass sie beim Training viele blaue Flecke bei mir gesehen hätte und fragte mich, woher sie kämen und ob ich Hilfe bräuchte. Auch mein blauer Fleck am Mund, den ich schon seit meiner Geburt habe und der immer besonders hervortritt, wenn mir kalt ist oder es mir gerade nicht so gut geht, war ihr aufgefallen.

Ich hätte doch etwas Langärmliges anziehen sollten, kam mir gleich in den Sinn und es tat mir leid, dass meine Trainerin sich meinetwegen Sorgen gemacht hatte. Ich hoffe, ich konnte ihr glaubhaft versichern, dass meine blauen Flecke selbstverschuldete Ursachen haben. Und der blaue Fleck an meinem Mund müsste während der Pilates-Stunden eigentlich leuchten und pulsieren, weil das Training so sau-anstrengend ist :mrgreen:

Einerseits habe ich ein schlechtes Gewissen, andererseits freue ich mich darüber, dass es Menschen gibt, die hinsehen und handeln, wenn sie besorgt über das sind, was sie sehen.

Kategorien:Arbeit, In eigener Sache Schlagworte: ,
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 38 Followern an