Gesunde Tretmühle

1. Februar 2016 Hinterlasse einen Kommentar

“…Bei einer Studie aus der Zeitschrift ‘European Journal of Social Psychology’ wurden 96 Freiwillige gebeten, festzustellen, wie lange es dauerte, eine neue Gewohnheit herauszubilden. Die Forscher wollten wissen, ob das Essen von Obst als Nachtisch beim Mittagessen oder ein täglicher Viertelstundenlauf mühelos zur Gewohnheit werden könnte. Die Teilnehmer notierten jeden Tag, wie automatisch ihr Verhalten war. Mit anderen Worten, ob es ihnen eher schwer fiel, es nicht zu tun, und ob sie es taten, ohne nachzudenken. Die Ergebnisse reichten von 18 bis 254 Tagen, im Durchschnitt dauerte es aber 66 Tage, bis die neuen Verhaltensweisen sich zu einer Gewohnheit entwickelt hatten, die wenig oder gar keine Mühe machte. Die gute Nachricht ist also: Sie können sich gesunde Angewohnheiten zulegen. Die Herausforderung besteht nur darin, ungefähr zwei Monate lang immer dasselbe zu tun. Der Nutzen liegt darin, dass die gesunde Angewohnheit Teil einer neuen Routine wird…” [Erhöhen Sie Ihren EatQ: Intelligent mit Gefühlen umgehen und dabei abnehmen – Susan Albers]

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[sparkle & shine] – Der Januar

1. Februar 2016 Hinterlasse einen Kommentar

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Sinn und Zweck des Projekts Sparkle & Shine von Mina (schildmaid.net) ist es, sich Ziele zu setzen, diese übers Jahr hinweg zu verfolgen und monatlich einen Blick auf den Fortschritt zu werfen.

 

 

Body: Durch Bewegung und ausgewogene Ernährung für körperliches und seelisches Wohlbefinden sorgen und abnehmen.

Bewegung: Schneller als befürchtet habe ich mich im Januar wieder von meinen Rückenschmerzen erholt und konnte schon in der zweiten Woche mit ersten Entspannungsübungen für den unteren Rücken und später vorsichtig mit Rückenyoga beginnen. Es folgte behutsames Nordic Walking, gefolgt von Einheiten auf dem Crosstrainer und schließlich konnte ich in der letzten Januarwoche endlich wieder bei einem richtig schweißtreibenden 60-Minuten-Training von FitnessBlender mitmachen und danach 2 Tage heftigen Muskelkater genießen. Seit der zweiten Woche trage ich wieder meinen Schrittzähler und habe den mir erstmal gesetzten Tagesdurchschnitt von über 5000 Schritten nicht leicht, aber immerhin geschafft.

Im Februar werde ich weiterhin Crosstrainer (mindestens 30 Min. bis max. 60 Min.) und Nordic Walking (60 Min.) machen. Weil ich gemerkt habe, wie wohltuend und entspannend es für mich ist und dass ich es doch vermisst habe, werde ich Yoga, das ich vor Jahren bei einer Lehrerin hier im Ort praktiziert habe, in mein Programm aufnehmen. Außerdem brauche ich etwas Forderndes und werde über den Monat verteilt und fortlaufend die 5-Tage-Challenge von FitnessBlender machen.

Mo: 60 Min. Nordic Walking + Yoga
Di: 30 Min. Crosstrainer + FitnessBlender
Mi: 60 Min. Nordic Walking
Do: 30 Min. Crosstrainer
Fr: 30 Min. Crosstrainer + FitnessBlender
Sa: 60 Min. Nordic Walking
So: Frei

Ernährung: Das Ernährungstagebuch bei fddb.info führe ich und überschreite doch immer wieder die mir auferlegten Grenzen. Zu oft “ver.esse” ich die durch sportliche Aktivitäten hinzuverdienten Kalorien, anstatt sie einfach zur Gewichtsabnahme übrig zu lassen. Ich esse viel Obst und Gemüse und probiere gelegentlich vegetarische Gerichte aus. Da mein Herzbube oft nur am Wochenende bei mir ist, konnten wir uns auch da auf einen Tag einigen, an dem “Vegetarisch” auf unserer gemeinsamen Speisekarte steht. Bis auf einige Ausrutscher hält sich mein Süßigkeitenkonsum in Grenzen. Obst hilft. Eine handvoll Mandeln hilft. Außerdem habe ich eine Edel-Bitter Schokolade mit 73 % Kakao entdeckt, mit der ich meinen Schokoladenhunger besänftigen kann, weil sie mir schmeckt, von der ich aber maximal 1 Riegel essen kann. Ich habe dann einfach genug – ein Gefühl, das ich bei Schokolade normalerweise nicht kenne.

Abnehmen: Mein BMI ist zwar immer noch dreiunddreißigkommairgendwas, aber um 0,1 geschrumpft. Zugegebenermaßen recht wenig, aber ich freue mich trotzdem. Auch fühlt es sich für mich erfolgreich an, wenn ich nicht zunehme. Es soll ums Dauerhafte gehen und da habe ich mich innerlich auf einen langen Weg eingestellt.

Mind: Mit Makro-Fotografie aufs Detail achten und über den Tellerrand hinaus kochen.

Makro-Fotografie: Im Januar war doch an einem sonnigen Nachmittag vieles zu finden, was sich fürs Makro-Objektiv gelohnt hat. Allein der Wind hat mir so manches Motiv verwischt. Und im nachhinein war so manches Mal meine Blende zu offen. Es war ein erster Schnappschuss-Spaziergang, der allerdings großen Spaß gemacht hat.

Kulinarische Weltreise: Ich hatte damit gerechnet, dass mein Herzbube und ich Freude an diesem Projekt haben würden, aber mit so viel Spaß habe ich nicht gerechnet. Schon die zufällige Auswahl der Länder war mehr als interessant und oft mussten wir erstmal nachsehen, wo diese Länder überhaupt sind. Mosambik war unser erstes Ziel und als Nachbarland von Südafrika doch ein Begriff. Aber was isst man dort? Wir fanden Antworten, erfuhren auch gleich noch Wissenswertes über Land und Leute, Schönheit und Probleme des Landes – Dinge, mit denen wir uns ohne dieses Projekt wohl eher nicht beschäftigt hätten. Wir machten uns schließlich auch einen Spaß daraus und aßen nicht nur das Piri-Piri-Huhn, sondern auch den Maisbrei tatsächlich mit den Fingern – eine ganz neue Erfahrung für mich als Messer-und-Gabel-Fetischistin. Das Huhn haben wir übrigens im Januar gleich nochmal in etwas schärferer Version gemacht. Lecker!

Soul: Mit Herz und Hand durch Wolle und Stein.

Helfen: Nachdem ich im Dezember so viel Zeit für die LaGeSo-Berlin Mützen, Schals und Handschuhe investiert hatte, brauchte ich im Januar eine Pause. Auch hat mich der Gedanke angwidert, dass ich für männliche Flüchtlinge etwas anfertige, die dann Frauen begrapschen oder sogar vergewaltigen. Mein Gemüt hat sich inzwischen etwas beruhigt und auch, wenn ich nicht alle Flüchtlinge “über einen Kamm scheren” will, fällt es mir schwer in diesem Punkt klar zu denken. Ich habe mich erstmal abregen müssen, an einer Babymütze weitergestrickt und für mich etwas gestrickt.

Handarbeiten: In diesem Monat habe ich wieder nichts mit Stein und Meißel/Feile gemacht, dabei habe ich wirklich Lust dazu und forme bereits im Kopf den Stein bei jedem Ansehen. Immerhin habe ich den Schalkragen fertiggestellt – in einem wundervollen Material und einer traumhaften für mich neuen Technik. Jetzt geht es weiter mit dem Häkelkörbchen fürs Badezimmer.

Heart: Verantwortungsvoller Leben

An den Januar-Wochenenden haben wir für uns jeweils einen vegetarischen Tag eingeführt. Wir haben uns schon tolle Gerichte schmecken lassen, bei denen es uns an nichts gefehlt hat – was sich mein fleischbesessener Herzbube erst nicht so recht vorstellen konnte. Auch wenn ich für mich allein koche, bin ich bemüht den Fleisch-/Fischkonsum einzuschränken. In diesem Monat habe ich ein wenig mit Haferdrink, statt mit normaler Milch herumexperimentiert (Soja- und Reisdrink finde ich ekelhaft). Ich habe ihn meinem Herzbuben einfach statt normaler Milch in den Kaffee gemischt, problemlos. Auch der Vanillepudding hat gut funktioniert und bei meinem Porridge klappt das sowieso. Beim Kartoffelpüree habe ich es noch nicht ausprobiert, kann mir aber nicht vorstellen, warum das nicht schmecken sollte. Und wenn nicht, dann kann ich es ja immer noch mit Brühe und einem Schuss Öl machen. Der Herzbube und ich sind uns einig künftig Haferdrink statt Milch zu verwenden. Außerdem habe ich den Stromanbieter gewechselt: Ab Juni wird aus unseren Steckdosen Wasserkraft statt Atom-/Kohlestrom fließen.

Fazit: Trotz der Rückenprobleme ein Monat, der sich gut angefühlt hat. Die Ernährung ist gesünder geworden und auch der Sport tut mir richtig gut. Besonders freue ich mich über unseren gemeinsamen vegetarischen Tag am Wochenende und die kulinarische Weltreise war mitsamt Drumherum ein echtes Highlight!

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[sparkle & shine 2016] – Kulinarische Weltreise: Mosambik

22. Januar 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Wir haben “blind” aus dieser Liste ausgwählt und sind bei Mosambik gelandet, das uns heute beim Kochen inspirieren soll.

Mosambik ist ein Staat in Südostafrika und grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland. Die Straße von Mosambik trennt den Inselstaat Madagaskar vom afrikanischen Festland. Die Hauptstadt ist Maputo. Die einheimischen Landessprachen zählen zur Sprachgruppe der Bantusprachen. Portugiesisch ist Amtssprache. Der Tourismus ist wenig entwickelt. Unterkünfte sind rar, ein Ausbau der touristischen Infrastruktur ist geplant.

Die Küche von Mosambik wurde durch die jahrhundertelange Kolonialherrschafft stark von den Portugiesen beeinflusst, aber auch einige Elemente aus der asiatischen Küche und den afrikanischen Nachbarn findet man hier wieder. Das Grundnahrungsmittel in Mosambik ist hauptsächlich Mais. Die Maiskörner werden meistens zu Mehl zerstampft und anschließend zu einem festen Brei gekocht, der in Mosambik “Wusa” genannt wird. Eine Spezialität von Mosambik ist das Piri-Piri-Huhn. Das Huhn wird in Öl gebraten und mit der scharfen Chillisoße zu einem sehr schmackhaften Gericht verarbeitet. Leite creme, eine Creme aus Milch, Vanille, Zimt und Zucker, ist ein beliebtes Dessert.

Nachdem wir uns noch eine Folge “Eine Frage des Geschmacks – Mosambik” angeschaut haben, geht es in der Küche schon bald ans Werk:

Piri-Piri Huhn mit Pap

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Zutaten:
1 mittelgroßes Hähnchen
Marinade mixen aus:
3 eingelegte Piri-Piri-Schoten
5 Knoblauchzehen
100 ml Olivenöl
30 g Butter
1 Schuss Rotweinessig
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL frischer gehackter Oregano
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Hähnchen halbieren und die Wirbelsäule entfernen. Auf einem Gitter im Ofen bei 160 Grad Umluft in der mittleren Einschubleiste 15 Minuten backen.

Dann von allen Seiten mit der Marinade einpinseln und weitere 15 Minuten backen. Vorgang wiederholen und nochmal 10 Minuten backen.

Wieder einpinseln und noch 5 Minuten bei 200 Grad fertig backen.

Pap

Zutaten:
500 ml Gemüsebrühe
6 gehäufte EL Maismehl

Zubereitung:
Maismehl in die Gemüsebrühe einrühren und zu einem dicken Brei kochen (10 – 15 Minuten). Gegebenenfalls noch 2 TL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und zum andicken unter den Brei rühren. Mit Salz abschmecken.

 

Leite Creme

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Zutaten:
500 ml Milch, etwas abgeriebene Zitronenschale, 2 Eigelb, 2 EL Zucker, 1 gehäufter EL Speisestärke, 1 Vanilleschote, eine Stange Zimt, etwas brauner Zucker

Zubereitung:
Stärke mit etwas kalter Milch anrühren. Das Eigelb durch ein Sieb in einen Topf zu der Milch, dem Zucker, der Zitronenschale und dem Zimt streichen. Eine Vanilleschote auskratzen und das Mark mit der Vanilleschote ebefalls in den Topf geben. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschote und die Zimtstange herausnehmen und das Milch-Stärke-Gemisch unterrühren. Nochmal aufkochen und danach etwas abkühlen lassen. In kleine Schüsselchen füllen und etwa 3 Stunden im Kühlschrank fester werden lassen. Die Creme mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Brenner karamelisieren.

Fazit: Ein toller Start für die kulinarische Weltreise meines Herzbuben und mir. Es hat großen Spaß gemacht über den Tellerrand hinauszukochen und superlecker war es auch – wir haben sogar stilecht mit den Händen gegessen und mit dem Pap den Hähnchensaft vom Teller aufgenommen :-)

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[Sparkle & Shine 2016] – Makro-Fotografie

14. Januar 2016 Hinterlasse einen Kommentar

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Ein Winternachmittag, der wie geschaffen dazu war auf Fototour zu gehen. Dabei ist dann auch dieses Bild mit meinem Makro-Objektiv entstanden. Ein zufälliges Spiel aus Schärfe und Unschärfe, mit dem ich mich noch näher befassen muss, wenn ich damit gewollte Effekte erzielen möchte.

Kategorien:Fotografie Schlagwörter:,

Overkill des Hier und Jetzt

“…Die Buddhisten sprechen von Achtsamkeit und Bewusst-Sein. Immer wieder das Prinzip des ‘Lebens im Jetzt’. Dabei muss es ja gar nicht darum gehen, in jeder Minute gut und erleuchtet zu sein. Nur darum, sich auf das zu besinnen, was ist. Egal ob es ein Yoga-Asana ist oder der totale Exzess. Wenn ich betrunken in Schweineblut baden will, ist es wohl auch besser, dabei nicht an die Reinigungskosten für meine weiße Seidenbluse zu denken (nur als Beispiel)…”

[Anständig leben: Mein Selbstversuch rund um Massenkonsum, Plastikmüll und glückliche Schweine – Sarah Schill]

Kategorien:Bücher Schlagwörter:

[sparkle & shine 2016 – Verantwortungsvoller Leben] – Aufgewacht bin ich 2015

Etwa zu der Zeit, als meine erwachsene Tochter im letzten Jahr für sich beschloss, dass sie künftig den Tieren zur Liebe vegan leben wollte, war auch für meinen Herzbuben und mich ein Punkt erreicht, an dem für uns fest stand, dass wir an unserem Konsumverhalten etwas ändern mussten.

Den Anfang machten wir damit, dass wir unsere Hühnereier nur noch beim nahgelegenen Biohof kauften, weil dort die Tiere nach Demeter-Richtlinien mit ihren Hühnermobilen über die umliegenden Wiesen tingelten und ich sie dort manchmal von der Straße aus beobachten konnte. Nach Rückfrage war es auch in Ordnung, dass ich die noch guten Eierkartons für den nächsten Eierkauf wieder mitbrachte und wiederverwendete. Um das ganze noch abzurunden, ging ich zu dem Biohof zu Fuß oder fuhr mit dem Rad. Als kleine Leckerei gönnte ich mir gelegentlich einen Liter 3,8-Prozentige-Frischmilch und vertraute auch hier dem Demeter-Etikett – ein Genuss. Alles nicht gerade preiswert, aber von mir hochgeschätzte Lebensmittel, die ich so ruhigen Gewissens verzehren konnte. Leider hat uns die Bequemlichkeit inzwischen oft ein Schnippchen geschlagen und wir haben im Discounter auf Bio- oder Freilandeier zurückgegriffen und auf die normale H-Milch, weil wir grad schonmal da waren. Das muss sich wieder ändern!

Da wir auf Eier, Milch, Käse, Joghurt, Fleisch und Fisch nicht verzichten möchten, beschlossen mein Herzbube und ich, dass wir möglichst weitgehend auf Bio-Qualität (Bioland, Demeter, Naturland) zurückgreifen wollen, um bewusster und verantwortungsvoller diese Tierprodukte zu essen. Auch das klappt leider nur gelegentlich. Wir essen immer noch zu viel Fleisch und Fisch, immerhin öfter zumindest schonmal in Bio-Qualität, während bei Milch, Joghurt und Käse noch immer nur die konventionellen Waren auf den Tisch kommen. Auch das muss sich ändern!

Ich fragte mich, ob es für mich Bereiche gibt, in denen ich ganz auf tierische Inhalte verzichten könnte und wurde fündig. In Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmitteln muss kein Tier verarbeitet sein und ich fasste meinen Rahmen noch enger: Ich wollte auch nicht, dass diese Produkte an Tieren getestet werden. Meine Tochter empfahl mir in Punkto Kosemetik für mein Android-Handy die kostenlose App “Kosmetik ohne Tierversuche”, die ich gleich in Gebrauch nahm und einige Dinge in meinem Badezimmer hassen lernte, während ich sie dennoch pflichtbewusst aufbrauchte. Inzwischen ist es für mich normal geworden, dass ich im Drogeriemarkt mit der App “Codecheck” für mich unbekannte Produkte scanne, bevor sie im Einkaufskorb landen. Das funktioniert einwandfrei und Produkte, die Palmöl enthalten, schließe ich so auch direkt aus.

Von Alterra und Alverde probierte ich Deoroller, Zahnpasta, Duschgel, Shampoo und Bodylotion aus und mixte mir schon kurze Zeit später zum ersten Mal selbst mein Waschpulver zusammen. Bei der hierfür verwendeten Pflanzenseife entschied ich mich für eine, die aus 72 % Olivenöl bestand, weil ich Palmöl aufgrund der Regenwaldabholzung künftig auch möglichst vermeiden wollte. Das Waschpulver überzeugte mich und auch das später zusammengekochte Flüssigwaschmittel bestand den Praxistest – wieder eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Chemiekeule gefunden. Darauf folgte eine ebenfalls aus der Olivenöl-Seife hergestellte Flüssigseife, die mir zwar in Punkto Reinigungswirkung und Hautverträglichkeit gut gefällt, aber leider aus dem Spender gelegentlich etwas schleimig daherkommt.

Für die Spülmaschine fand ich umweltfreundlichere Reinigungs-Tabs. Bei dm gibt es Spülmaschinen-Tabs “Denk mit nature”, die in wasserlöslicher Folie, phosphatfrei, frei von Konservierungsstoffen, Parfümfrei und frei von Farbstoffen produziert wird. Sie hatten im Test als beste phosphatfreie Spülmaschinen-Tabs abgeschnitten und mich daher neugierig gemacht. Seitdem benutze ich sie nur noch.

Einen Katzensprung von Holland entfernt zu wohnen hat Vorteile und so fanden wir dort einen fair gehandelten Biokaffee der uns schmeckt zu einem Preis, den wir in Deutschland für eine Billigmarke ohne diese Attribute hätten zahlen müssen.

Der Allerwerteste, Triefnasen und Küchenkleckereien werden inzwischen mittels Recycling-Toilettenpapier, -Taschentüchern und -Küchenrollen abgewischt und auch die Toilette ließ sich mit dem Frosch WC-Reiniger umweltfreundlicher reinigen.

Wenn man einmal damit anfängt sein Leben auf den Prüfstand zu stellen, finden sich doch einige Dinge, die verbesserungswürdig und -fähig sind. Manche Änderungen sind mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen, während andere immer noch unbezwingbar erscheinen. Fest steht, dass die Billig-Mentalität nur schwer mit verantwortungsvollem Leben einhergehen kann. Man muss Dinge wieder wertschätzen und bereit sein auch dafür zu bezahlen, sofern man sie nicht selbst herstellen kann. Einen Anfang haben mein Herzbube und ich im vergangenen Jahr gemacht. Aber ich weiß, dass da noch viel mehr machbar ist…

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Sparkle & Shine 2016 – Meine Ziele

sas2016-logo-miniSeit einigen Jahren mache ich bereits bei den Projekten von Mina (schildmaid.net) mit, bei denen man sich Ziele fürs Jahr setzt, und auf deren Fortschritt monatlich einen Blick wirft.

Pünktlich zum Jahresende mache ich mir mittlerweile schon Gedanken, was ich für das kommende Jahr auf meine persönliche To-Do-Liste setze und freue mich auf die Umsetzung. Natürlich bleibt dabei übers Jahr gesehen auch schonmal das ein oder andere Thema auf der Strecke, wird aber durch den monatlichen Rückblick doch immer wieder zurück ins Gedächtnis gerufen. Dabei steht es mir immer wieder frei neu darüber zu entscheiden, ob ich das Thema wieder aufgreife oder ob es nur ein Strohfeuer war, das gänzlich erloschen ist. Ich mag für diese Ziele auch nicht den Begriff “Vorsätze” verwenden. Es klingt so abgedroschen und ist mit dem Makel der “verworfenen Vorsätze” behaftet. So will ich die mir gesetzten Ziele allerdings nicht sehen. Ich sehe sie vielmehr als Bereicherung meines Lebens, weil ich damit Themen in mein Leben hole, die ich näher unter die Lupe nehme. Manches entwickelt sich natürlich zu einem Dauerthema (Bewegung, Ernährung, Abnehmen), was allerdings wichtig und schwierig genug für mich ist, so dass ich es immer wieder zu einem aktuellen Thema machen muss und möchte – bis ich es tatsächlich eines Tages abhaken kann. Die neuen Ziele bringen dabei Neugier und frische Farbe ins Leben. Es bleibt spannend und entspannend, aber immer ohne Anspannung, wenn sich etwas mal als Flop herausstellt oder aus gesundheitlichen Gründen grad mal wieder nicht machbar ist.

Ich freue mich, dass Mina das Projekt “Sparkle & Shine 2016” gestartet hat und bin schon gespannt, was das neue Jahr für uns alle bereit hält :)

Body: Durch Bewegung und ausgewogene Ernährung für körperliches und seelisches Wohlbefinden sorgen und abnehmen.

Bewegung: 2 – 3 x pro Woche je 1 Stunde Nordic Walking mit den beiden Damen, mit denen ich seit 2009 regelmäßig unterwegs bin, seit wir uns im Reha-Sport beim Nordic-Walking-Kurs kennengelernt haben. Ersatzweise, wenn das Wetter nicht mitspielt oder Termine unser sporteln durchkreuzen, werde ich auf dem Crosstrainer trainieren. An 2 – 3 Tagen pro Woche steht der Crosstrainer mit mindestens je einer halben Stunde Training auf dem Programm. Außerdem muss ich für meinen Rücken gezielt etwas tun. Dafür mache ich 2 x pro Woche wechselnd Pilates, Yoga oder Kettlebell-Training.

Das stelle ich mir in etwa so vor:
Mo: 60 Min. Nordic Walking
Di: 30 Min. Crosstrainer, 30 Min. Rückentraining
Mi: 60 Min. Nordic Walking
Do: Frei
Fr: 30 Min. Crosstrainier, 30 Min. Rückentraining
Sa: 60 Min. Nordic Walking
So: Frei

Ernährung: Orienteren werde ich mich an meinem Grundumsatz und das Ernährungstagebuch bei fddb.info führen – sportliche Aktivitäten messe ich mit meiner Pulsuhr und addiere die verbrauchten Kalorien. Als Genussmensch brauche ich auch Nahrungsmittel jenseits von Obst und Gemüse und werde bemüht sein, diese im Rahmen zu halten und gegebenenfalls durch sportlich verbrauchte Kalorien zu finanzieren.

Abnehmen: Ein BMI von dreiunddreißigkommairgendwas ist definitiv zu viel und belastet meinen Körper. Ich will vom Übergewicht weg und setze mir als Ziel einen BMI von unter 30 (optimal wäre für mich max. 27), den ich mit vorgenannten Maßnahmen erreichen will.

Mind: Mit Makro-Fotografie aufs Detail achten und über den Tellerrand hinaus kochen.

Makro-Fotografie: In den letzten Jahren habe ich mein Makro-Objektiv nur noch in die Hand genommen, um es entlastend aus meiner Fototasche herauszuräumen. Eine Schande! In diesem Jahr werde ich mich näher mit Makro-Fotografie beschäftigen und wieder auf Blümchen- und Detailtour gehen.

Kulinarische Weltreise: Mein Herzbube ist gelernter und begnadeter Koch und es macht unglaublichen Spaß, gemeinsam mit ihm etwas zuzubereiten. In diesem Jahr wollen wir gemeinsam auf kulinarische Weltreise gehen. Dazu haben wir bereits “blind” 12 Länder ausgewählt, denen wir uns lesend und kochend annähern möchten. Vielleicht kommen auch noch weitere Länder hinzu – mal schauen und vor allem probieren.

Soul: Mit Herz und Hand durch Wolle und Stein.

Helfen: Für “Mit Wolle und Nadel gegen Terror” werde ich von der Spendenwolle auch weiterhin Sets bestehend aus Schals und Mützen für Erwachsene häkeln und stricken. Außerdem werde ich die Mützen und Söckchen für Babys und Frühchen für das nahegelegene Krankenhaus stricken. Es fühlt sich gut an, seinem Hobby nachzugehen und gleichzeitig damit etwas Gutes zu tun. Außerdem möchte ich auch in diesem Jahr wieder im Rahmen meiner Möglichkeiten kleine Futterspenden an nahegelegene Tierheime weiterleiten.

Handarbeiten: Ich sah ein Bild und in meinem Kopf entstand daraus letztes Jahr ganz von selbst die Idee, dieses Bild durch unterschiedliche Farben und Häkelmuster nachzubilden. Mittels zusammengefügter Tapetenreste entwarf ich ein “Schnittmuster”, legte die Farben fest, bestellte passendes Baumwollgarn und dann kam der Urlaub. Und danach habe ich die Kurve nicht mehr gekriegt. Es wird Zeit weiterzumachen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und ganz nebenbei sind da noch so ein paar wollige UFO’s (unfertige Objekte), die ich ebenfalls erst fertigstellen möchte, bevor ich etwas Neues anfange. Vor lauter “Wollarbeiten” kommen allerdings meine “Steinarbeiten” viel zu kurz, woran ich in diesem Jahr dringend etwas ändern möchte, indem ich mich mindestens ein Mal im Monat mit Stein und Meißel/Feile beschäftigen werde.

Heart: Verantwortungsvoller Leben

Umwelttechnisch betrachtet ist der Mensch ein Schädling. Ein Nützling wird aus mir wohl nicht werden, aber ich möchte Schadensbegrenzung betreiben. Dabei strebe ich noch nichtmal die großen Dinge an, weil ich mich da oft klein und machtlos fühle. Aber in meinem privaten Umfeld kann ich etwas tun. Ich werde in diesem Jahr verstärkt durch mein Einkaufsverhalten Waren und Händler unterstützen, die ich für gut befinde. Außerdem werde ich nach und nach meine vorhandenen Kosmetika und Reinigungsmittel durch Tier- und Tierversuchsfreie Produkte ersetzen. Vielleicht geht in Punkto Plastik- und generell Müllvermeidung auch noch etwas mehr als bislang. Ganz zu schweigen von unserem Konsum tierischer Produkte…

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