Startseite > Pflanzenwelt > Nationalpark „De Maasduinen“

Nationalpark „De Maasduinen“

Heute war ich zum ersten Mal im Nationalpark „De Maasduinen“ unterwegs, der nur einen „Katzensprung“ von dem Ort entfernt ist, in dem ich nun mitlerweile seit mehr als 13 Jahren wohne. Dafür war ich in den vergangenen Jahren immerhin auf Fuerteventura, Zypern, Kos, Kreta, Korfu und in der Türkei. Peinlich irgendwie.

„[…] WELL Kurz hinter der Grenze, noch östlich der Maas, erstreckt sich zwischen Venlo im Süden und Gennep im Norden das Gebiet Maasdünen. Die Landschaft ist vielgestaltig; mal ist sie bewaldet, mal bietet sie Weiden, es gibt sandige „Steppengebiete“ und klassische Heideflächen. In den letzten Jahren haben die Niederländer die 4200 Hektar Fläche, die früher ein Flickenteppich waren, zu einem einzigen Naturreservat zusammengeführt.

Die Menschen wurden dabei nicht vergessen: Zahlreiche Wanderwege und Tierbeobachtungszonen wurden angelegt. Am Rande des Gebiets gibt es schöne Spielplätze wie etwa den am Eendenmeer am Ceresweg. Hier kann man nicht nur naturnah wandern, sondern sehr gepflegt spazieren gehen. Ein Rundkurs mit abgestuften Distanzen ist sogar für Rollstuhlfahrer geeignet.

Ein guter Startpunkt, um sich das Gebiet zu erschließen, ist der Wellsche Hut; von hier führt der Ceresweg an einem auffallenden Schafstall vorbei bis nach Siebengewald nahe Goch. Die Heideflächen in warmen Lilafarben sind von der Straße aus erkennbar und vielleicht am schönsten im Eendenmeer zu bewundern. Denn in jenem „Wandelgebiet“ ist alles vertreten: urige krumme Kiefern, sandige Hügel, leuchtende Heide und – weswegen sich Wasservögel hier besonders wohl fühlen – idyllische Teiche. Wer lieber in einer sachkundig geführten Gruppe wandert als auf eigene Faust, für den gibt es deutschsprachige Führungen.

Vor 15000 Jahren entstanden

Entstanden sind die Maasdünen gegen Ende der jüngsten Eiszeit, etwa vor 15000 Jahren. Der Sand stammt aus trocken gefallenen Maasbetten. Der Fluss mäandrierte vor der Kanalisierung stark, und heftige Winde und Stürme wehten den Sand auf und schichteten ihm in Laufe der Zeit zu Dünen auf. Deshalb gibt es die Hügel nur am östlichen Ufer der Maas, schließlich weht der Wind üblicherweise aus westlicher oder südwestlicher Richtung. Bis zu 14 Meter Höhenunterschied – hierzulande ist das viel – sind entstanden. Die vielen kleinen Seen, die Enten und anderen Vögeln ideale Lebensbedingungen bieten, bestehen aus Niederschlagswasser, das nicht vollständig versickert. NABU-Aktiver Wolfgang Müller weiß viel über die Fauna. „Ursprünglich hatten sich die Dünen bewaldet, aber es wurde immer Vieh dorthin getrieben, so dass die Bäume sich nicht durchsetzen konnten. Außerdem wurde hier viel Bau- und Brennholz gewonnen. Heute möchte man diese Landschaft so erhalten und lässt deshalb weiterhin Rinder, Schafe und Ziegen dort weiden. Kleine Waldstücke wurden aufgeforstet, einzelne Nadelbäume säten sich von selbst aus.“ Die Heide wiederum (Besenheide, nicht Erika) gewann Raum, als sich die Lücken im Wald mehrten. Ihr großflächiges Auftreten prägt heute die Landschaft.

Wie Rinder als Landschaftspfleger im Einsatz sind, lässt sich bei Afferden studieren. Hochlandrinder streifen dort weitgehend „wild“ durch das Reservat…“

[Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/kevelaer/603612/Die-Maasduenen-bluehen.html%5D

Advertisements
Kategorien:Pflanzenwelt Schlagwörter: ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: