Startseite > In eigener Sache > Und es tut trotzdem weh

Und es tut trotzdem weh

Er sollte mit seiner Prognose recht behalten. 5 – 6 Jahre hat auch sein Körper noch durchgehalten. Der körperliche Abbau war ebenso offensichtlich, wie die Anstrengung, die ihn das weiterleben kostete. Mehr als einmal sagte er, dass er keine Lust mehr zu leben hatte. Und eigentlich wussten wir alle, dass mein Opa nicht mehr unbegrenzt Zeit hat. Die Dialyse brachte zwar schon den Tod auf Raten, aber dennoch kam das Ende überraschend. Ein Herzinfarkt hat ihn plötzlich aus dem Leben gerissen.

Dann kam die Trauerfeier. Ein paradoxes Wort, aber es drückt treffend aus, worum es dabei ging. Eine Möglichkeit mit anderen Menschen den Abschied zu ‚feiern‘. Wir blickten zurück auf das nicht immer leichte Leben meines Opas, führten uns nochmal vor Augen, was ihn für uns so wertvoll und liebenswert machte und konnten den Gedanken an ihn nochmal freien Lauf lassen, während er mit seinem Lieblingslied verabschiedet wurde.

Am Grab entließen wir ihn endgültig und unwiederbringlich aus seinem, aber nicht aus unserem Leben, denn – wie meinte Trude Herr doch so treffend – „Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier. Es hat seinen Platz immer bei mir.“

Advertisements
Kategorien:In eigener Sache Schlagwörter:
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: