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Positive Psychologie

Positive Psychologie betreibt die wissenschaftliche Erforschung des optimalen menschlichen Funktionierens. Es geht darum, Faktoren und Prozesse zu verstehen und zu fördern, die es Individuen und Gemeinschaften erlauben, ein „gutes Leben“ zu führen. Dabei sind drei Bereiche von besonderem Interesse:

  1. Positive subjektive Erfahrungen (z. B. Glück, Lebenszufriedenheit),
  2. positive individuelle Persönlichkeitseigenschaften (z. B. Ehrlichkeit, Tapferkeit) und
  3. Institutionen, die positive Erfahrungen und Persönlichkeitseigenschaften ermöglichen, unterstützen und fördern.

Der Values in Action-Fragebogen (VIA) von der Universität Zürich auf  www.charakterstaerken.org erfasst Charakterstärken und Tugenden, die ein gutes, sinnerfülltes Leben ermöglichen.

Da die Forschung ergeben hat, dass Menschen meist zwischen drei und sieben charakteristische Stärken aufweisen, sollte man sein Augenmerk auf die ersten Stärken der Rangreihenfolge legen. Personen erfahren Zufriedenheit bei der Ausübung dieser Stärken, z. B. im Beruf oder bei Freizeitaktivitäten.

Herausgekommen ist bei mir:

100% Sinn für das Schöne: Menschen, die in verschiedenen Lebensbereichen (wie z.B. Musik, Kunst, Natur, Sport, Wissenschaft) Schönes bewusst wahrnehmen, wertschätzen und sich darüber freuen können, haben einen ausgeprägten Sinn für das Schöne. Sie nehmen im Alltag schöne Dinge wahr, die von anderen übersehen oder nicht beachtet werden. Beim Anblick der Schönheit der Natur oder von Kunst empfinden sie tiefe Gefühle der Erfurcht und der Verwunderung und sind oft sprachlos. Es kommt auch vor, dass solche Menschen selber etwas Schönes schaffen, z.B. ein Bild malen. Menschen mit wenig Sinn für das Schöne können sich kaum durch Kunst, Kultur oder Natur berühren lassen und nehmen Schönes nicht wahr.

99% Kreativität: Kreative Menschen produzieren ständig eine Vielzahl von verschiedenen originellen Ideen oder sie zeigen originelle Verhaltenweisen. Diese Ideen und Verhaltensweisen zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie innovativ und neu sind, sie müssen auch der Realität angepasst sein, damit sie dem Individuum im Leben nützlich sind und ihm weiterhelfen. Menschen mit ausgeprägter Kreativität zeigen diese Stärke meistens in mehreren Bereichen des Alltags, d.h. sie besitzen eine so genannte „praktische Intelligenz“. Weniger kreative Menschen begnügen sich oft mit einer konventionelleren Problemlösungsstrategie und/oder wirken gelangweilt und ideenlos.

89% Teamwork: Menschen mit dieser Stärke zeichnen sich durch ihre Teamfähigkeit und Loyalität gegenüber ihrer Gruppe aus. Sie können dann am besten arbeiten, wenn sie Teil einer Gruppe sind. Die Gruppenzugehörigkeit wird sehr hoch bewertet. Teamfähige Menschen tragen oft eine soziale Verantwortung. Auch die getroffenen Entscheidungen der Gruppe werden respektiert und vor die eigenen Meinungen gestellt. Die eigenen Interessen werden meistens zugunsten der Gruppe zurückgesteckt. Menschen mit einer niedrig ausgeprägten Teamfähigkeit können sich kaum in Gruppen integrieren. Sie werden oft als egoistisch und ichbezogen bezeichnet.

85% Liebe zum Lernen: Wissbegierige Menschen zeichnen sich durch eine grosse Begeisterung für das Lernen neuer Fertigkeiten und Wissensinhalten aus. Sie lieben es, neue Dinge zu lernen und sind bemüht, sich ständig weiterzubilden und zu entwickeln. Dabei wird das ständige Lernen als eine Herausforderung betrachtet. Es gibt kaum Menschen, die nicht mindestens in einem Bereich gerne lernen. Die Liebe zum Lernen kann sich auf einen spezifischen Themenbereich (z.B. Geschichte) beziehen oder auch ganz allgemein ausgeprägt sein. Die Wissbegierde widerspiegelt den Wunsch, immer mehr über das Leben und die Welt wissen zu wollen. Menschen mit einer gering ausgeprägten Liebe zum Lernen begnügen sich mit ihrem vorhandenen Wissen und befassen sich nur widerstrebend mit neuen Wissens- und Fähigkeitsbereichen.

67% Urteilsvermögen: Menschen mit einem stark ausgeprägten Urteilsvermögen haben die Fähigkeit, Probleme und Gegebenheiten des Alltags aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und auf diese Weise Argumente für wichtige Entscheidungen zu entwickeln. Sie sind in der Lage, Informationen objektiv und kritisch zu beleuchten wobei sie sich an der Realität orientieren. Menschen mit einer geringeren Ausprägung dieser Stärke wechseln ständig ihre Meinung und können sich kaum zu einer Entscheidung durchringen oder sie beharren auf ihren Meinungen und Überzeugungen. Sie werden daher als unentschlossen und/oder rigide betrachtet.

65% Dankbarkeit: Dankbare Menschen sind sich bewusst über die vielen guten Dinge in ihrem Leben, wissen diese zu schätzen und nehmen sie nicht als selbstverständlich hin. Sie nehmen sich die Zeit, ihre Dankbarkeit Menschen gegenüber auszudrücken, z.B. wenn sie ein Geschenk bekommen. Sie realisieren, dass sie im Leben mit vielem gesegnet sind. Die Dankbarkeit kann sich sowohl auf Menschen beziehen als auch auf nichtmenschliche Quellen (z.B. Tiere, Natur, Gott). Man kann die Dankbarkeit als emotionale Antwort auf ein „Geschenk“ betrachten. Undankbare Menschen sehen es nicht als notwendig an, „Dankeschön“ zu sagen und Menschen ihre Wertschätzung und Dankbarkeit auszudrücken.

65% Vergebungsbereitschaft: Menschen mit dieser Stärke sind eher in der Lage Vergangenes (z.B. zwischenmenschliche Konflikte) ruhen zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Sie können bis zu einem gewissen Punkt Verständnis aufbringen für die schlechte Behandlung durch andere Menschen und geben ihnen eine Chance zur Wiedergutmachung. Der Prozess des Vergebens bzw. des Verzeihens beinhaltet heilsame und förderliche Veränderungen von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen bei Menschen, die von anderen verletzt wurden. Die Suche nach Rache und nach Vermeidung nimmt ab zugunsten positiver Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle. Menschen, die nicht vergeben können, werden oft als unbarmherzig, hartherzig, boshaft oder rachsüchtig beschrieben.

Schließlich waren da noch Freundlichkeit, Authentizität, Ausdauer, Weisheit, Bescheidenheit, Humor, Führungsvermögen, Fairness, Neugier, Vorsicht, Soziale Intelligenz, Spiritualität, Tapferkeit, Hoffnung, Selbstregulation, Enthusiasmus und abgeschlagen auf dem letzten Platz bei mir die Bindungsfähigkeit, was mich jetzt doch etwas nachdenklich macht

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