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Arbeitslosengeld II

Auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass das Leben so unterträglich, wie noch nie zuvor für mich war und ich ihm ein Ende setzen wollte. Heute, exakt zwei Jahre später, kämpfe ich und kämpfe ich und kämpfe ich.

Anfang des Jahres konnte ich in der Firma immer weniger Stunden arbeiten, so dass es eigentlich zu dem Zeitpunkt für den Lebensunterhalt schon nicht mehr reichte. Glücklicherweise – so dachte ich zumindest – bot sich die Gelegenheit, zu einer anderen Firma zu wechseln, aber es stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass auch dort für mich nicht mehr Arbeit ist. Den Stress mit der Umstellung und Einarbeitung hätte ich mir also getrost sparen können. Immerhin habe ich mich bemüht und es hätte ja immerhin sein können…

Mittlerweile bin ich finanziell allerdings an einen Punkt gelangt, an dem es so nicht mehr weitergehen kann. Immer wieder haben meine Ersparnisse für den Lebensunterhalt herhalten müssen. Damit muss Schluss sein. Die Rücklage für ein neues Auto muss unangetastet bleiben. Mein Auto ist 15 Jahre alt, aber ob es in 2 Jahren nochmal durch den TÜV kommt, steht in den Sternen. Ohne Auto komme ich allerdings nicht zur Arbeit und bei uns in der näheren Umgebung ist so gut wie nichts im Angebot.

Bereits vor 4 Monaten war ich schon fast so weit gewesen, aber damals hatte ich noch eine Nachzahlung bekommen und konnte wieder mehr Stunden arbeiten gehen, was mich dann letztlich doch davon abgehalten hatte, Hartz 4 zu beantragen. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und es hat gedauert, bis ich mir endlich die Formulare bei der Bundesagentur heruntergeladen und soweit wie möglich ausgefüllt habe.

Um kurz vor 9 Uhr stand ich dann vor dem Rathaus und konnte es immer noch nicht glauben, als ich dann endlich an der Pforte fragte, wo ich hinmüsse, wenn ich Arbeitslosengeld II beantragen möchte. Ich musste noch kurz meinen Nachnamen nennen und befand mich schon kurze Zeit später im Büro der für mich zuständigen Sachbearbeiterin. Zögernd schilderte ich meinen Fall, gab die erforderlichen Werte an, die die Dame resolut in die Rechenmaschine eintippte. Plötzlich hielt sie inne. Ihre Gesichtszüge wurden weicher und sie sagte zu mir, dass es völlig richtig sei, dass ich zu ihr gekommen sei. Sie machte erste Kopien von meinen mitgebrachten Unterlagen und versprach mir, die Antragsformulare nachmittags durchzusehen, damit ich schon am nächsten Tag nebst Informationen eine Anforderung der noch fehlenden Unterlagen im Briefkasten habe.

Als ich dort raus war, war ich einfach nur froh, endlich diese erste Hürde überwunden zu haben.

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