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Aus der Reihe getanzt – Zack die Linse

Voraussetzung: Das Bild muss mit der größten Blende des Objektivs gemacht werden.

Herausforderung: Es wird neben dem Blitz mit zusätzlichen Lichtquellen gearbeitet.

Zu dem Thema fiel mir auf Anhieb so einiges ein, aber wie kniffelig das Ganze sich aufgrund der Voraussetzung gestalten würde, hätte ich nicht gedacht.  In meiner Ahnungslosigkeit war ich davon ausgegangen, dass ich einfach nur die kleinste Blendenzahl auswähle und dann loslegen kann. Weit gefehlt! Die Blende machte, was sie wollte – auch im manuellen Modus und ich habe mich immer wieder gewundert, warum ich plötzlich nicht mehr die größere Blende einstellen konnte, die ich doch eben noch gehabt hatte.

Google hat mich zu http://www.gradias.de/fachartikel-pc-praxis/articles/die-grosse-fotoschule-die-blende.html geführt, wo ich die Antworten auf meine Fragen und noch so einiges mehr gefunden habe:

In Kombination mit der eingestellten Belichtungszeit ist die Blende für die korrekte Belichtung des Fotos zuständig.

Je weiter die Blende geöffnet wird, desto kleiner ist der Blendenwert und um so mehr Licht fällt auf den Sensor. Dementsprechend muss dann die Belichtungszeit kürzer gewählt werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine geschlossene Blende durch einen höheren Blendenwert gekennzeichnet ist und die Belichtungszeit länger sein muss, um ein ansprechendes Ergebnis zu erreichen.

Die zweite wichtige Aufgabe der Blende ist das Regulieren der Schärfentiefe in Kombination mit der Brennweite.

Objektive mit einer kurzen Brennweite haben einen großen Schärfentiefebereich. Je größer die Brennweite, desto geringer der Schärfentiefebereich.

Je weiter die Blende geöffnet ist, desto geringer wird der scharf abgebildete Bereich. Wird die Blende dagegen geschlossen (großer Blendenwert), vergrößert sich der Schärfetiefenbereich.

Die Schärfentiefe lässt sich gut als Gestaltungsmittel einsetzen. So kann die Blende ganz bewusst weit geöffnet werden, damit nur wenige Teile im Bild scharf abgebildet werden und der Rest in der Unschärfe versinkt.

Beim Varieren des Blendenwertes sind die Auswirkungen im Bild nicht automatisch im Sucher erkennbar. Die Blende bleibt stets vollständig geöffnet, damit ein helles Sucherbild erkennbar ist. Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto heller erscheint auch das Sucherbild.

Die spätere Bildwirkung entspricht also nur dem Sucherbild, wenn auch mit geöffneter Blende die Aufnahme gemacht wird. Bei geschlossener Blende entspricht das Bild im Sucher nicht mehr dem späteren Ergebnis. Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras verfügen deshalb über eine Abblendtaste, die meist etwas unterhalb des Objektivs zu finden ist. Wird diese gedrückt, wird die Blende auf den eingestellten Wert geschlossen.

Wieder was gelernt!

Und herausgekommen sind zu dem Thema dieses Mal:

(Blende F/3,5, Brennweite 18 mm, ISO-100, 1/4 Sek. Belichtungszeit) Kontrast verstärkt und Helligkeit, Farbton und Sättigung angepasst.

(Blende F/3,5, Brennweite 18 mm, ISO-400, 1/20 Sek. Belichtungszeit). Bearbeitung mit Graduationskurve, leichter Grünverlauf im unteren Bildbereich.

Die Herausforderung mit der zusätzlichen Beleuchtung habe ich nicht wirklich angenommen, sondern immer nur bei Tageslicht mit Blitz fotografiert.

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Kategorien:Fotografie Schlagwörter: ,
  1. GZi
    25. Oktober 2010 um 21:37

    beide Foto sgefallen mir sehr gut!

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