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Leckeres aus der Waschküche

„Je mehr ich Dinge wie komplexe Chemieformeln, Plastikverpackungen und Massentierhaltung hinterfrage, umso häufiger komme ich in Versuchung, Dinge einfach selbst herzustellen.“ heißt es bei smarticular.net und ich kann das gut nachvollziehen. Ich schaute mich dort um und war in einer wahren Fundgrube gelandet: Vom Waschmittel übers Putzmittel bis hin zum Duschgel findet man dort Rezepte und Anleitungen, um diese Produkte selbst herzustellen. Doch eher skeptisch, las ich mir die durchweg übersichtlichen Zutatenlisten durch. 4 bis 5 Zutaten sollten beispielsweise ein Waschmittel für Buntwäsche ergeben, von dem dann auch bereits 1 EL für eine Waschladung normal verschmutzte Wäsche ausreichen sollte. Das klang schon fast zu gut um wahr zu sein, erst recht, wenn man das hier liest oder sieht: Belasten moderne Waschmittel die Umwelt?

Ich beschloss, dass ich zuerst aufbrauchen wollte, was ich noch im Haus habe und dann nach und nach ausprobieren wollte, ob ich mit der selbstgemachten Variante von Waschmittel, Weichspüler, Allzweckreiniger, Geschirrspülmittel, WC-Reiniger, Flüssig-Handseife, Duschgel, Kräutershampoo und Badesalz zurecht komme. Als erstes schrieb ich einen Einkaufszettel und bekam auch tatsächlich die meisten Dinge im örtlichen Drogeriemarkt Ro***ann, im Supermarkt oder hatte es noch zu Hause:

250 g Natron (1,35 €), 375 g Zitronensäure (2,75 €), 2000 g Spülmaschinensalz (0,79 €), 30 ml Teebaumöl (1,99 €), 500 g Waschsoda (0,99 €)

750 ml Bio-Apfelessig (1,19 €), Essigessenz, Zitronensaft, Olivenöl, Pfefferminztee

Übers Internet habe ich noch diese beiden Artikel (inkl. Versandkosten) bezogen:

300 g Seife Savon de Marseille aus 72 % Olivenöl (4,90 €), 10 ml Primavera Bio-Lavendelöl (14,95 €)

Aus diesen Zutaten sollen mindestens 500 ml Allzweckreiniger, 1 Portion Abflussreiniger, 500 ml Spülmittel, 750 ml WC-Reiniger, 500 g Waschmittel, 750 ml Weichspüler, 1 l Flüssig-Handseife, 250 ml Duschgel und 250 ml Kräutershampoo entstehen.

Und tatsächlich: Endlich war das Waschmittel leer und ich konnte mit meinem Experiment „veganes + tierversuchsfreies Waschpulver mit guter Umweltbilanz“ nach einem Rezept von langsamerleben beginnen.

Zuerst mussten 100 g Seife gerieben werden, die dann mit 100 g Spülmaschinensalz, 150 g Soda-Pulver, 100 g Zitronensäure und 150 g Natron gut vermischt wurden. Schon fertig.

Damit es nicht verklumpt, muss es gut verschlossen aufbewahrt werden. Mangels eines geeigneten Behälters muss ausnahmsweise eine Plastiktüte herhalten, die ich noch mit einem Reissäckchen zum Aufnehmen eventuell mit eingeschlossener Flüssigkeit bestücke und schließlich mit einem Beutel-Clip verschließe, nachdem ich 1 EL ins Waschmittelfach meiner Waschmaschine gegeben habe. Auf die 3 Tropfen Lavendelöl verzichte ich, da sich in der Trommel (Test-)Wäsche befindet, bei der ich mir das Beduften sparen möchte – erst recht, weil ich noch den restlichen Weichspüler aufbrauchen möchte. Eigentlich idiotisch, aber ist es sinnvoller, den Weichspüler einfach wegzukippen, nachdem man dessen Überflüssigkeit erkannt hat?

Schließlich war der erste Waschgang durch und ich bin mit der Testwäsche sehr zufrieden. Alles fühlt sich gut an und ist sauber. Allein der Frisch-Gewaschen-Duft ist so dezent, dass man ihn kaum wahrnimmt. Beim nächsten Mal werde ich wohl doch ein wenig Lavendelöl dazugeben. Ich bin gespannt.

top_gefaellt_mirUnd die Kosten? Knapp 2,80 € für 600 g Waschpulver, von dem 1 EL pro Waschladung für normal verschmutzte Wäsche ausreicht. Beduften mit Lavendelöl optional und demnächst dann noch den Apfelessig zu 1,19 € als Weichspüler.

 

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Kategorien:Tierwelt
  1. 24. August 2015 um 17:03

    Du hast 1000☆ verdient. Schöner Text+ die mühe

    • himbeerbel
      24. August 2015 um 20:25

      Ich hatte mir das alles viel komplizierter vorgestellt und bin angenehm überrascht. Da gibt es für mich noch einiges auszuprobieren 🙂

      • 24. August 2015 um 20:34

        WordPress ist leider nicht sehr weit erweitert.

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