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[sparkle & shine 2016 – Verantwortungsvoller Leben] – Aufgewacht bin ich 2015

Etwa zu der Zeit, als meine erwachsene Tochter im letzten Jahr für sich beschloss, dass sie künftig den Tieren zur Liebe vegan leben wollte, war auch für meinen Herzbuben und mich ein Punkt erreicht, an dem für uns fest stand, dass wir an unserem Konsumverhalten etwas ändern mussten.

Den Anfang machten wir damit, dass wir unsere Hühnereier nur noch beim nahgelegenen Biohof kauften, weil dort die Tiere nach Demeter-Richtlinien mit ihren Hühnermobilen über die umliegenden Wiesen tingelten und ich sie dort manchmal von der Straße aus beobachten konnte. Nach Rückfrage war es auch in Ordnung, dass ich die noch guten Eierkartons für den nächsten Eierkauf wieder mitbrachte und wiederverwendete. Um das ganze noch abzurunden, ging ich zu dem Biohof zu Fuß oder fuhr mit dem Rad. Als kleine Leckerei gönnte ich mir gelegentlich einen Liter 3,8-Prozentige-Frischmilch und vertraute auch hier dem Demeter-Etikett – ein Genuss. Alles nicht gerade preiswert, aber von mir hochgeschätzte Lebensmittel, die ich so ruhigen Gewissens verzehren konnte. Leider hat uns die Bequemlichkeit inzwischen oft ein Schnippchen geschlagen und wir haben im Discounter auf Bio- oder Freilandeier zurückgegriffen und auf die normale H-Milch, weil wir grad schonmal da waren. Das muss sich wieder ändern!

Da wir auf Eier, Milch, Käse, Joghurt, Fleisch und Fisch nicht verzichten möchten, beschlossen mein Herzbube und ich, dass wir möglichst weitgehend auf Bio-Qualität (Bioland, Demeter, Naturland) zurückgreifen wollen, um bewusster und verantwortungsvoller diese Tierprodukte zu essen. Auch das klappt leider nur gelegentlich. Wir essen immer noch zu viel Fleisch und Fisch, immerhin öfter zumindest schonmal in Bio-Qualität, während bei Milch, Joghurt und Käse noch immer nur die konventionellen Waren auf den Tisch kommen. Auch das muss sich ändern!

Ich fragte mich, ob es für mich Bereiche gibt, in denen ich ganz auf tierische Inhalte verzichten könnte und wurde fündig. In Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmitteln muss kein Tier verarbeitet sein und ich fasste meinen Rahmen noch enger: Ich wollte auch nicht, dass diese Produkte an Tieren getestet werden. Meine Tochter empfahl mir in Punkto Kosemetik für mein Android-Handy die kostenlose App „Kosmetik ohne Tierversuche“, die ich gleich in Gebrauch nahm und einige Dinge in meinem Badezimmer hassen lernte, während ich sie dennoch pflichtbewusst aufbrauchte. Inzwischen ist es für mich normal geworden, dass ich im Drogeriemarkt mit der App „Codecheck“ für mich unbekannte Produkte scanne, bevor sie im Einkaufskorb landen. Das funktioniert einwandfrei und Produkte, die Palmöl enthalten, schließe ich so auch direkt aus.

Von Alterra und Alverde probierte ich Deoroller, Zahnpasta, Duschgel, Shampoo und Bodylotion aus und mixte mir schon kurze Zeit später zum ersten Mal selbst mein Waschpulver zusammen. Bei der hierfür verwendeten Pflanzenseife entschied ich mich für eine, die aus 72 % Olivenöl bestand, weil ich Palmöl aufgrund der Regenwaldabholzung künftig auch möglichst vermeiden wollte. Das Waschpulver überzeugte mich und auch das später zusammengekochte Flüssigwaschmittel bestand den Praxistest – wieder eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Chemiekeule gefunden. Darauf folgte eine ebenfalls aus der Olivenöl-Seife hergestellte Flüssigseife, die mir zwar in Punkto Reinigungswirkung und Hautverträglichkeit gut gefällt, aber leider aus dem Spender gelegentlich etwas schleimig daherkommt.

Für die Spülmaschine fand ich umweltfreundlichere Reinigungs-Tabs. Bei dm gibt es Spülmaschinen-Tabs „Denk mit nature“, die in wasserlöslicher Folie, phosphatfrei, frei von Konservierungsstoffen, Parfümfrei und frei von Farbstoffen produziert wird. Sie hatten im Test als beste phosphatfreie Spülmaschinen-Tabs abgeschnitten und mich daher neugierig gemacht. Seitdem benutze ich sie nur noch.

Einen Katzensprung von Holland entfernt zu wohnen hat Vorteile und so fanden wir dort einen fair gehandelten Biokaffee der uns schmeckt zu einem Preis, den wir in Deutschland für eine Billigmarke ohne diese Attribute hätten zahlen müssen.

Der Allerwerteste, Triefnasen und Küchenkleckereien werden inzwischen mittels Recycling-Toilettenpapier, -Taschentüchern und -Küchenrollen abgewischt und auch die Toilette ließ sich mit dem Frosch WC-Reiniger umweltfreundlicher reinigen.

Wenn man einmal damit anfängt sein Leben auf den Prüfstand zu stellen, finden sich doch einige Dinge, die verbesserungswürdig und -fähig sind. Manche Änderungen sind mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen, während andere immer noch unbezwingbar erscheinen. Fest steht, dass die Billig-Mentalität nur schwer mit verantwortungsvollem Leben einhergehen kann. Man muss Dinge wieder wertschätzen und bereit sein auch dafür zu bezahlen, sofern man sie nicht selbst herstellen kann. Einen Anfang haben mein Herzbube und ich im vergangenen Jahr gemacht. Aber ich weiß, dass da noch viel mehr machbar ist…

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