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[sparkle & shine 2016] Kulinarische Weltreise: Kolumbien

Kolumbien (Colombia) ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika. Sie grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador. Der Landesname ist von Christoph Kolumbus abgeleitet. Bogotá ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Kolumbiens und seine Hauptstadt.

Zur Einstimmung auf dieses Land haben wir uns erstmal bei youtube eine Folge von Anthony Bourdain No Reservations – Colombia angesehen und haben dabei ein Gericht gefunden, das typisch und beliebt in der kolumbianischen Küche ist und die großzügige Menge und Vielfalt an Speisen in der traditionellen Mahlzeit mit dem Namen „bandeja Paisa“ vereint. „bandeja Paisa“ wurde von verschiedenen Kulturen beeinflusst – so durch die ursprünglich ansässigen indigenen Völker Kolumbiens sowie durch die Eroberung der Spanier und den mitgebrachten afrikanischen Sklaven. Außerdem brachten im 19. Jahrhundert auch die französischen und britischen Kolonialisten ihre Küche mit ein.

Unsere „bandeja Paisa“ setzte sich aus Schweinebauch, Chorizo, gekochtem Rinderhack, Bohnen, Reis und Avocado zusammen. Außerdem haben wir noch einen Tomaten-Salat und Hogao-Sauce dazu gegessen. Als Dessert gab es einen Apfel-Brotpudding.

Und das ging so:

Für die bandeja Paisa:

498_Kolumbien_Bandeja Paisa (Schweinebauch, Paprikawust, gekochtem Rinderhack, Bohnen, Reis, Avocado) mit Tomaten-Salat und Hogao-Sauce,

Schweinebauchscheiben (1 Scheibe pro Person) im Salzwasser 20 Minuten leicht simmern lassen. Herausnehmen und Abtupfen. Einölen, mit Zucker bestreuen und ca. 20 Minuten im 160 Grad heißen Backofen (Umluft) knusprig garen.

Die Pelle von der Chorizo (zwischen 80 und 100 g pro Person) entfernen und ca. 25 Minuten in Brühe mit Paprikapulver ziehen lassen.

Für das gekochtes Rinderhack wird Rinderbeinscheibe (mit Knochen ca. 400 g) etwa 30 Minuten in Brühe gegart. Dann rausnehmen, Fett und Knochen entfernen, kleinschneiden und mit 2 Zwiebeln durch den Fleischwolf drehen. Ohne Öl in einer Pfanne mit Salz, Pfeffer und ca. 5 Tassen Wasser auffüllen. Gelegentlich umrühren und köcheln lassen bis die Flüssigkeit verkocht ist. Mit frisch gehacktem Koriander servieren.

Für die Bohnen eine halbe gewürfelte Zwiebel anschwitzen. 400 g (gekochte) rote Bohnen (aus dem Glas) dazugeben und mit 250 ml Brühe und 2 EL Tomatenmark einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwa 1/4 TL Kreuzkümmel würzen.

200 g Basmatireis nach Packungsanleitung garen.

Pro Person 1 Spiegelei braten.

1 Avocado vierteln.

Für den Tomatensalat 1 Tomate pro Person würfeln, mit kleingeschnittenen Salatherzen (1/2 pro Person) und einer leckeren Vinaigrette vermengen.

Für die Hogao-Sauce wird eine feingewürfelte Knoblauchzehe, 3 Frühlingszwiebeln, 2 kleingewürfelte Tomaten mit etwas Öl ca. 10 Minuten gedünstet und zum Schluss Salz, Pfeffer und frischen Koriander dazugeben.

Für den Apfel-Brotpudding werden 5 Eier mit ca. 400 ml gesüßter Kondensmilch, 1,5 Tassen Milch, einem halben Fläschchen Vanille-Aroma und 2 EL Zucker verquirlt. 5 Scheiben kleingewürfeltes Weißbrot unterühren und etwa 20 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit 4 Äpfel in Würfel schneiden und in 2 EL Butter und 2 TL Zimt etwa 7 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Abkühlen lassen und mit ca. 1 Tasse (Zartbitter-) Schokoladenstückchen unter die Milch-Brot-Masse rühren. In 4 Förmchen füllen und in einer mit Wasser gefüllten (Auflauf-)Form im Backofen bei 190 Grad Umluft ca. 45 Minuten backen. Noch warm servieren.

498_Kolumbianischer Apfel-Brot-Pudding

Auch dieses Mal sind wir zu viert kulinarisch verreist, sogar mit traditioneller musikalischer Untermalung – youtube sei Dank 🙂

Und wieder haben wir bisher noch nie gegessenes genüsslich verspeist und uns ist so manches „Wow!“ rausgerutscht, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte, weil das Gericht doch ziemlich rustikal daher kam. Mein Herzbube, ausgestattet mit umfassendem Koch-Know-How, stand der Zubereitung doch teilweise skeptisch gegenüber und so war ein erstes vorsichtiges Probieren immer auch mit einem überraschten und glücklicherweise erfreuten Gesicht verbunden. Auf Schweinebauch hatte ich im Vorfeld eigentlich überhaupt keine Lust, weil ich das mit zu fettig und irgendwie bäh in Zusammenhang brachte. Und da war ich in unserer Runde nicht die einzige. Aber das, was da auf unseren Tellern landete, war unfassbar lecker und neben den mit Kreuzkümmel abgeschmeckten Bohnen ein absolutes High-Light! Überhaupt lebt die „bandeja Paisa“ von dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, die auf der Gabel zusammengeführt und zum Munde gebracht werden und dort zu wahren Geschmacksexplosionen führen. Es ist fast zu schade, wenn man irgendwann feststellen muss, dass man leider nicht mehr weiteressen kann, weil man einfach satt ist. Aber nach angemessener Wartezeit passte schließlich noch der warm servierte Apfel-Brotpudding obendrauf – ein ebenfalls eher rustikal anmutendes, aber dennoch sehr leckeres Dessert. Das Tütchen auf dem Bild konnten wir uns als kleine Anspielung auf den ersten Gedanken, der uns in den Sinn kam als wir feststellten, dass unsere Reise nach Kolumbien gehen sollte, nicht verkneifen, auch wenn der Inhalt eher zur Verzierung des Desserts gedacht ist 😉

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