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Nach nichtmal 4 gearbeiteten Stunden kam heute die Teamleaderin auf mich zu und sagte energisch:“Du kannst nach Hause gehen!“ Ich war geschockt und fragte gleich, ob ich irgendetwas falsch gemacht hätte. Daraufhin entspannten sich ihre Gesichtszüge und sie verneinte das, betonte sogar, dass ich gute Arbeit geleistet hätte, es sei aber zu wenig Arbeit für alle da. Als dann nachmittags die Wochenplanung per E-Mail kam, wusste ich auch so schon, was mich erwartet, bzw. nicht erwartet und so war es auch. Ich bin in der nächsten Woche nicht eingeplant. Das war’s also mal wieder und ich kann mich in der kommenden Woche erstmal wieder in den Papierkram stürzen. Wenn ich sagen würde, dass mich das ankotzt, wäre das stark untertrieben.
Ein genialer Film…
Heute artete mein Tag zu einem inneren Kampf zwischen meiner dunklen und hellen Seite aus. Alles um mich herum wurde allmählich immer finsterer und bedrohlicher. Meine helle Seite brachte mich dann immer wieder zu hilfreichen Dingen wie den Realitätsabgleich zurück und lieferte Erfahrungswerte vergangener ähnlicher Situationen, die keinesfalls so finster waren, wie es mir heute scheinen sollte. Zusätzlich Konzentrationsstörungen und das Abtauchen in die Leere. Dann wieder merken, etwas unbewusst getan zu haben, weil die Erinnerung an die nachweislich durchgeführte Handlung fehlt. Profane Dinge, aber es ängstigt mich.
Als ich endlich zuhause bin, schreit in mir nur noch alles nach Hilfe. Meine Gedanken überschlagen sich. Ich weiß nicht, wie lange ich noch dagegen ankämpfen kann. Wie lange kann ich das noch aushalten? Ich versuche mich daran zu erinnern, was ich im Notfall tun kann um mich aus der Gedankenspirale herauszudrehen.
Mir fällt als erstes greifbares Mittel eine CD ein, der ich den Namen RESCUE gegeben habe. Ursprünglich eine Audio-CD mit etwa 70 Minuten Notfall-Musik. Die Lieder haben längst auch den Weg auf PC und MP3-Stick gefunden, dienen aber keinesfalls als Hörgenuss für Zwischendurch, sondern sind als Zusammenstellung nur für Momente wie diesen gedacht.
Ich zünde eine Kerze an und ziehe mich bewusst mit der Musik auf mein Sofa zurück. Nur zuhören. Die Beine hochlegen und sich in die Musik fallen lassen. Endlich kuschelt sich auch meine Rescue-Katze bei mir an und schnurrt wunderbar. Wir fühlen uns wohl und ich werde allmählich immer ruhiger während ich diese unglaublich geile Musik in meinem Ohr genieße.
Four Tet – Unspoken
Four Tet – You Could Ruin My Day
Mogwai – Friend Of The Night
Mogwai – Ratts Of The Capital
Nine Inch Nails – Just Like You Imagined
Oceansize – An Old Friend Of The Christies
Oceansize – The Charm Offensive
Radiohead – Electioneering
Riverside – Loose Heart
Schandmaul – Dudelzack
Schandmaul – Sturmnacht
Shock Therapy – Pain
Subway To Sally – Jericho
Tool – 10,000 Days (Wings Pt 2)
Heute hat meine Rescue-CD, bzw. haben die Notfall-Lieder mal wieder ganze Arbeit geleistet.
ZDF Mediathek Beitrag über Bipolare Störung.
Und hier geht es zu dem im Beitrag genannten Blog von Volker Christian Mehlfeld.
Wie heisst es immer so schön: „Wir leben in einer Informationsgesellschaft.“ Ihr vielleicht – ich seit längerem leider nicht mehr, obwohl meine Konzentration inzwischen nicht mehr so schlecht ist, dass ich irgendwelche Nachrichten nicht erfassen könnte. Auch hätte ich eigentlich die Möglichkeiten wenn nicht umfassend, so doch zumindest grob über das Weltgeschehen informiert zu sein.
Früher hielt mich die Tageszeitung auf dem laufenden, aber seit der Trennung und dem damit verbundenen Auszug habe ich sie zum einen aus kostengründen eingespart und zum anderen befürchte ich, dass ich sie hier nicht erhalten könnte, weil eventuell jemand anderes schneller als ich sein könnte, da hier im Haus schon einige Dinge einfach verschwunden sind.
Ich habe bereits versucht 20:00 Uhr zu einem festen Zeitpunkt zu verankern, an dem ich mir eine Nachrichtensendung ansehen könnte, aber das ist ebenso kläglich gescheitert, wie der Termin etwa eine Stunde früher. Das liegt wohl an dem Schattendasein, das mein Fernseher führt. Ich müsste mir dazu angewöhnen jeden Tag den Fernseher einzuschalten und das funktioniert schon nicht.
Heute bin ich bei tagesschau.de ausgekommen. Die Tagesschau in 100 Sekunden ist mir doch etwas zu knapp, aber die letzte Sendung kann ich mir jederzeit komplett online ansehen. Das könnte die Lösung für mein Problem sein. Ich will versuchen einen täglichen Besuch bei tagesschau.de ebenso normal für mich werden zu lassen, wie das checken meiner E-Mails – und die Chancen stehen eigentlich nicht schlecht.
Mein Ohrwurm…ähm Tintenfisch…des Tages,
aber die Muschel ist auch genial

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„Denke nicht über die Menschen in deiner Vergangenheit nach. Es gab gute Gründe, warum sie es nicht bis in deine Gegenwart geschafft haben. „
In Deutschland leiden fast 2 Millionen Menschen an einer bipolaren Störung. Viele schweigen. Familie B. hat die Offensive gewählt und erzählt die Geschichte der Krankheit aus verschiedenen Blickwinkeln:



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